Dienstag, 30. Mai 2017

Sieben Sachen Sonntag KW 21/17

An diesem Sonntag steckt mir das lange Wochenende in den Knochen, das anstrengender war als geplant. Am Abend vorher hatten wir zudem Gäste. Der Abend war lang. Außerdem muss irgendwas an der Maibowle-Riesling-Ananas mit Rum-Brøndums Snaps*-Baileys-Riesling-Mischung schlecht gewesen sein. Ich tippe auf die frische Ananas. Die vertrage ich ja nie so gut.

#1: Erstmal ordentlich frühstücken. Es gibt Toad in a Hole.
Ich hänge also etwas in den Seilen, werde auch nach einer Dusche kaum wacher, mache mich aber tapfer zu Frau terschies auf, die gerade umzieht. Ich habe ihr zugesagt, altes Laminat und sonstiges Zeuchs zum Recyclinghof zu fahren. Mein armes Karlchen muss kräftig leiden: Als Neuwagen ist er es noch nicht gewohnt, dass er schon mal Gerümpel transportieren muss, sondern fühlt sich bislang als fahrende Handtasche. Sein Vorgänger gehörte dem Gatten, war ein Handwerkerauto und Kummer gewohnt. Karlchen hat jetzt ein paar Schrammen und seinen Neuwagenduft eingebüßt.

#2: Vollbeladenes Auto.
Das Beladen geht schnell, die Straßen sind leer, ich bin rasch wieder zu Hause, wo der Gatte inzwischen in der Küche klar Schiff gemacht und einen Schmorbraten aufgesetzt hat. Ja, unsere Essensplanung passt gerade nicht zum Wetter.

#3: Mittagessen.
Wir machen kurz Pause auf der Terrasse, bevor der Gatte zu einem Besuch aufbricht, ich mich um die Wäsche und um den Zitronenbaum kümmere - letzterer muss dringend umgetopft werden. Danach ist erstmal wieder Pausieren angesagt - in der prallen Sonne den Zitronenbaum umzusetzen, war nicht die beste Idee, aber wenn ich's jetzt nicht gemacht hätte, wäre es erst Ende Juni wieder was geworden.

#4: Ausruhen nach der Gartenarbeit.
Am Vortag überraschte mich der Gatte damit, dass er am Sonntag Abend zu Hause is(s)t. Das kommt nur selten vor. Da sich unsere Essensplanung ein wenig anders gestaltete als geplant, hatte ich ein Pfund weißen Spargel übrig. Das sollte es Freitag eigentlich als Salat geben, aber da wollte der Gatte lieber Cheeseburger grillen und Pommes dazu essen. Mir war's recht, denn ich hatte keine Lust zu kochen. Also gab's Sonntag Spargel und Hasselbackspotatis.

#5: Salatzutaten.
Da der Gatte am Vortag lieber Antipasti machte statt der ursprünglich geplanten Vorspeise mit grünem Spargel, hatten wir auch davon noch welchen übrig. Daraus wurde dann ein Mittagspausensalat für die kommende Woche.

#6: Abendessen. Es gibt Ofen-Spargel und Hasselbackspotatis.
Rechtzeitig zum Krimi falle ich auf's Sofa und stricke noch ein paar Reihen an einer leichten Sommerjacke aus Mohair. Zumindest soll es das theoretisch werden. In der Praxis bin ich mir nicht so sicher, ob ich die Strickschrift richtig verstehe ... Wieder mal komme ich zu spät ins Bett, zumal ich am nächsten Morgen früher los muss, weil ich auf dem Weg zur Arbeit am Recyclinghof vorbei will.

#7: Stricken.
Die Rezepte zu diesem Sonntag gibt es in der Kombüse. Dieser Beitrag gehört zur  Link-Party bei Frau Grinsestern, die jede Wochen sieben Sonntagsimpressionen sammelt.

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Freitag, 26. Mai 2017

Sieben Sachen Sonntag KW 20/17

Vorletzten Sonntag, als ich malad mit dem heftigsten Migränaanfall seit einigen Jahren im abgedunkelten Schlafzimmer lag, machte der Gatte die Terrasse sommerfein. So könnte ich letzten Sonntag den späten Morgenkaffee gleich auf der Liege trinken.

#1: Erstmal ausruhen vom Ausschlafen.
Die bekam ich vor einem Jahr zum Geburtstag, aber ich lag tatsächlich erst jetzt zum ersten Mal drauf, weil es letztes Jahr nach dem Aufbau entweder regnete oder ich nicht da war, wenn's mal sonnig war ... Nächste Woche kaufe ich endlich eine Auflage dafür.

#2: Mittagessen, Reisevorfreude und stricken.
Im Sommer ist die Terrasse unser Wohnzimmer. Ich nutze den großen Tisch für alle möglichen Arbeiten.

#3: Das Strickmuster für eine Restesocke aufschreiben, falls ich nochmal ein Paar stricken will.
Das Abendessen wird auch draußen vorbereitet. Ja, ich habe ein spezielles Brett für schwedische Fächerkartoffeln, die Hasselbackspotatis. Es ist ein Urlaubssouvenir.

#4: Abendessen vorbereiten. Es gibt Hasselbackspotatis mit Ofen-Spargel.
Der Mittagspausensalat wird dann aber in der Küche zubereitet.

#5: Das Mittagspausenessen für den nächsten Tag wird vorbereitet: Spargelsalat mit Erdbeeren und Brunnenkresse.
Zum "Tatort" wechsle ich samt Strickzeug auf's Sofa.

#6: Kunterbunte Restesocken.
Wie üblich. komme ich zu spät ins Bett, und dass, wo ich am nächsten Tag Frühdienst habe ....

#7: Noch etwas lesen*
Die Rezepte zu diesem Sonntag gibt es in der Kombüse. Dieser Beitrag gehört zur  Link-Party bei Frau Grinsestern, die jede Wochen sieben Sonntagsimpressionen sammelt.

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Dienstag, 16. Mai 2017

Ajour-Handstulpen für die Tante

Nicht nur Schwiegermutter, auch Tante hat im Mai Geburtstag. In diesem Jahr feierten die beiden Damen in Kühlungsborn. Da wir sie dort hinfuhren, war es ein leichtes, an der Rezeption ein kleines Kästchen mit dem Geburtstagsgeschenk für Tante abzugeben. Das stand dann wie von Zauberhand am Geburtstagsmorgen auf dem Frühstückstisch.

Stulpen im Ajourmuster. Bei der rechten zeigt sich mein fehlendes Häkeltalent. 
Anfang des Jahres wünschte sich Tante Stulpen für den Sommer, denn sie nutzt einen Rollator und hat da immer kalte Finger. Nun lebt Tante in Bayern, und daher war jetzt die erste Gelegenheit, ihr die Stulpen zu schenken (ursprünglich wollte ich sie ihr Ostern per Post schicken, aber dann kam so viel dazwischen, dass die Stulpen noch nicht fertig waren).

Das Muster im Detail.
Die Stulpen sind schnell gestrickt. Wolle und Strickmuster stammen von Fischer Wolle. Da die Stulpen für den Sommer sein sollen, entschied ich mich gegen das Merino-Garn des Originals und für das Garn Supersocke Cotton Stretch 2051*. Dass ich ein Stretchgarn (und eine Nadelstärke mehr) wählte, war wohl ganz gut, denn ich vermute, die Stulpen wären sonst zu eng geworden.

Was ich nicht bedachte, als ich das Muster aussuchte: Die Abschlüsse werden umhäkelt. Ich und häkeln ... Ich kann nicht häkeln. Eine Stulpe ist auch prompt oben weiter geworden als die andere. Tante gefallen sie trotzdem, sagt sie, und gute Dienste leisteten die Stulpen auch schon, denn in Kühlungsborn ist es kalt und windig.

Dieser Beitrag geht rüber zum Creadienstag, zu Handmade on Tuesday, DienstagsDinge und zur Stricklust.

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Sonntag, 14. Mai 2017

#12von12 im Mai 2017

In den letzten Tagen fällt mir immer wieder auf, wie lange es dieses Jahr mit dem Frühling dauert. Am 12. Mai des letzten Jahres hatten wir schon einige Tage die Freiluftsaison eröffnet. In diesem Jahr trage ich noch Winterjacke.

#1: Schmunzler im Büro-Fahrstuhl. Der bleibt zuverlässig im 3. Stock stehen.
Eigentlich wollte ich Dir meinen Arbeitsweg entlang der schönen Elbchaussee zeigen, aber es ist so wenig Verkehr, dass ich nicht im Stau stehe.

#2: Zeitungspflichtlektüre zu Dienstbeginn.
Im Büro ist es, anders als in den letzten Tagen, ruhig. Ich komme dazu, einiges aufzuarbeiten.

#3: Für's Wochenende verabreden.
#4: Ich arbeite tatsächlich noch mit analogen Post-its und Bleistift. 
Auch wenn's ruhig ist, kann ich mittags leider keinen Spaziergang machen. Stattdessen lege ich die Beine hoch, gucke in den blauen Himmel und machen einen Brief für eine liebe Freundin fertig.

#5: In den Himmel gucken.
#6: Brief schreiben. So richtig analog und mit der Hand.
#7: Endlich Feierabend. 
Der Feierabendverkehr ist entspannt, ich bin sogar noch vor dem Gatten zu Hause.

#8: Freitags-Gin: Siegfried* mit Elderflower Tonic*.
Ich sichte noch die private Post, mache ein paar Überweisungen und falle relativ schnell auf's Sofa. Die Woche war anstrengend.

#9: Stricken.
Der Gatte serviert mir netterweise das Abendessen auf's Sofa. Es gibt absolut unfotogenen Nudelauflauf.

#10: Fernsehen. Ich kann zwar alle Lewis-Folgen* inzwischen zweisprachig auswendig, freue mich aber trotzdem, dass die letzte Staffel* endlich im Fernsehen läuft.
Obwohl ich hundemüde bin, gehe ich zu spät ins Bett.

#11: Auch wenn morgen Sonnabend ist, muss ich den Wecker stellen.
#12: Noch etwas lesen*.
Meine 12 Momentaufnahmen vom 12. Mai gehen rüber zu Caro, die  dankenswerterweise alles sammelt.

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Samstag, 13. Mai 2017

Samstagsplausch KW 19: Alles, was geschieht, geschieht

Zurzeit sind die Wochen einfach pickepacke vollgepackt, und die Zeit vergeht im Fluge. Für uns ungewöhnlich ist, dass wir sonnabends viel vor haben. Normalerweise ist das der Tag, an dem wir außer Einkaufen nichts machen. In den letzten beiden und in den nächsten drei Wochen geht's aber gerade sonnabends rund. Zum Glück muss der Gatte wenigstens seit Ostern Anfang Mai nicht mehr an den Wochenenden arbeiten. Es sind alles schöne Verpflichtungen, die wir sonnabends vorhaben (und vorhatten), aber anstrengend ist es doch irgendwie.

Letzten Sonnabend fuhr ich mal eben so nach Kühlungsborn und zurück. Schwiegermutter, Tante und die beiden Hunde wollen dort urlauben. Nun ist Schwiegermutter seit längerer Zeit nicht mehr fahrtüchtig, sieht das aber nur selten ein (was bin ich froh, dass meine Mutter nach dem Schlaganfall gleich Konsequenzen zog und ihr Auto verkaufte!). Als der Gatte hörte, dass die Fahrt nach Kühlungsborn ansteht, bot er gleich an, alle zu fahren. Es gab dann ein ewiges Hin und Her, weil Schwiegermutter es ihrem überarbeiteten Sohn nicht zumuten und stattdessen ihre Hilfskraft engagieren wollte. Die Hilfskraft allerdings erwies sich als gelinde gesagt schwierig.

Ostern konnten wir dann endlich Schwiegermutter überzeugen, dass der Gatte chauffiert. Nun ist sein Auto zu klein für einen Rollator, zwei Damen, zwei Hunde und drei Schrankkoffer. Und Schwiegermutter wollte nicht, dass der Gatte den langen Weg von Kühlungsborn nach Hamburg alleine zurückfährt, aber für mich wäre erst recht kein Platz mehr im Wagen gewesen. Also sagte ich, ich führe mit dem Zug vorweg, nähme den dritten Schrankkoffer, der ausschließlich für die beiden Hunde ist, mit und führe dann anschließend mit dem Gatten zurück. Am Abreisetag machen wir es dann umgekehrt.

Früher, als ich noch jung und gesund war, machten mir solche Spritztouren nichts aus, aber seit sechs Jahren bin ich halt nun mal nicht ganz gesund, strengen mich solche Eskapaden durch das dusselige Burn Out, das sich immer mal wieder meldet, mehr an als einen gesunden Menschen. Ich war gespannt, wie ich den Ausflug verkrafte.

Tatsächlich wurde es ein sehr schöner Sonnabend, obgleich das dusselige Burn Out immer mal wieder aufflackerte. Die Entscheidung, in der ersten Klasse zu reservieren, war goldrichtig, denn der Zug war Zubringer für zwei AIDA-Kreuzfahrtschiffe in Rostock und Warnemünde und sehr voll. In meinem Abteil im letzten Waggon saß außer mir aber nur ein Paar, das sich auf seine erste Kreuzfahrt freute. Über mein Strickzeug kamen wir schnell ins Gespräch, denn die Frau strickt auch, allerdings mit der Strickmaschine, eine für mich bis dahin unbekannte Welt. Bei der Fahrkartenkontrolle fand es der Schaffner bei uns so kommod, dass er sich kurzerhand ein Viertelstündchen dazu setzte und mit uns über's Verreisen plauderte. Ich hatte lange schon nicht mehr eine so vergnügliche Zugfahrt!

Mein persönlicher Höhepunkt aber war die Fahrt von Bad Doberan nach Kühlungsborn mit Molli. Dazu werde ich demnächst noch mal gesondert bloggen.

In Kühlungsborn wartete dann der Gatte am Bahnhof, froh, mich zu sehen. Ich hatte definitiv den entspannteren Part. Wir waren noch mit Schwiegermutter, Tante und den beiden Hunden konditorn, dann ging's auch schon wieder nach Hamburg zurück. Die Fahrt führte durch gelbe Rapsfelder, durch Wälder und Wiesen, was wir beide sehr genossen. Wir haben momentan einfach zu wenig Zeit zu zweit.

Als mein Chef bei der obligatorischen Freitagsfrage nach den Wochenendplänen von meinem Vorhaben erfuhr, überlegte er, spontan zwei Fernsehteams zur Begleitung zu organisieren, denn: "Das ist so absurd, das toppt jede scripted reality!" Aber wir waren nicht die einzigen, die Mütter und Koffer nach Kühlungsborn kutschierten: Als ich gerade Damen, Rollator, Hunde und Gatten in die Konditorei bugsierte, klopft mir jemand auf die Schulter: Ein Kollege. Er kam gerade mit seiner Mutter, die er nach Kühlungsborn gebracht hatte, aus der Konditorei und war quasi schon wieder auf dem Rückweg nach Hamburg.

Die Woche selbst war nicht minder anstrengend. An einem Tag musste ich vormittags beide Kolleginnen vertreten und nachmittags ins Vorstellungsgespräch für die Stelle, auf die ich mich im April bewarb. Eigentlich sollte ich dazwischen auch noch ein Beratungsgespräch zu meinem Versetzungsantrag haben, aber das wurde kurz vorher verlegt.

In ein paar Wochen weiß ich, wie ich mich im Vorstellungsgespräch schlug, sprich: Die Entscheidung fällt unmittelbar vor dem geplanten Start in den Urlaub. Bei einer Zusage ist der obsolet, denn ich kann von einer Minute auf die nächste das Büro wechseln, da es der gleiche Arbeitgeber ist. Viel Chancen rechne ich mir aber nicht aus, denn die Bewerberlage auf die Stelle ist sehr gut. Nun ja, es kommt, wie es kommt.

Nach dem Vorstellungsgespräch traf ich mich mit zwei Freundinnen - ein schöner Tagesabschluss. Sollte ich die Stelle bekommen, könnten wir uns öfter sehen, denn ich würde dann in ihrer Nachbarschaft arbeiten.

Schließlich gab's ein weiteres Gespräch mit Kollegin II und der Chefin. Es verlief überraschend, allerdings weniger für mich. Ich bin inzwischen so wütend und genervt, dass ich ganz ruhig bin. Sonst neige ich dazu, vor Wut und Verletztheit zu weinen. Über dieses Stadium bin ich hinaus. Ich habe der Kollegin klar die Grenzen aufgezeigt. Das kennt sie nicht von mir, das hat sie nicht erwartet, das hat sie mir sicher auch nicht zugetraut.

Das Ergebnis des Gesprächs macht Kollegin II sichtbar zu schaffen. Sie ist mir gegenüber einsilbig, wenn sie es nicht vermeiden kann, mit mir zu sprechen, und kann mir nicht in die Augen gucken. Wir sind von einem professionellen Umgang weit entfernt. Dieses zwischenmenschliche Hickhack zusammen mit dem anstrengenden Job bringt mein dusseliges Burn Out immer wieder zum Aufmucken. So bin ich kaum versucht zu sagen, dass es auf der aktuellen Position wieder eine Perspektive für mich gibt, weil ich weiß, es bleibt anstrengend, und gucke mich weiter um.

Wie gesagt: Es kommt, wie es kommt. In diesem Sinne wünsche ich Dir ein schönes Wochenende und schaue bei Andrea und den anderen Samstagsplauscherinnen vorbei.