Dienstag, 12. Dezember 2017

Mütze mit Rollrand aus "Hortense" von Esslinger Wolle

Nachdem ich den Kragenschal fertig hatte, hatte ich immer noch einiges von der alten Esslinger Wolle, die Mudderns beim Aufräumen fand, übrig. Zuerst dachte ich daran, ihr Handschuhe zu stricken, aber sie kaufte sich gerade werde mit Reflektoren und gummierter Handfläche, damit sie sich gut am Rollator festhalten kann. Also wurde es eine Mütze.

Dem Hasen steht die Mütze, finde ich.
Ich bin gespannt, wie sie Mudderns gefällt. Die Anleitung stammt übrigens von Schachenmayr.

Leider kommt das schöne Glitzern der Wolle auf den Fotos nicht so gut rüber. 
Dieser Beitrag nimmt teil an den Linkparties StricklustHandmade on TuesdayDienstagsDingeCreadienstagLiebste MaschenCrealopee und Gestricktes & Gehäkeltes teil.

Samstag, 9. Dezember 2017

Samstagsplausch KW 49/17: Fast geschafft

Auf den letzten Metern wird im alten Job noch mal alles von mir abverlangt. In dieser Woche musste ich Kollegin I vertreten, zusätzlich zu meinem regulären Job, in dem die Hölle los war. Ich bin also ziemlich erledigt.

Aber: Das war der letzte Vertretungsdienst. Tschakka! Im neuen Job muss ich zwar auch vertreten, aber in einem Bereich, den ich verantworte, in dem ich jede Woche mindestens einen Tag arbeite (die anderen Tage gehören meinen anderen Aufgaben). Da springe ich also nicht jedes Mal ins kalte Wasser.

Eine historische Ansicht der Gegend, in der ich bald arbeite, hängt im Treppenhaus des zukünftigen Arbeitsplatzes.
Freitag durfte ich das erste Mal im neuen Büro vorbeischauen und verbrachte einen Vormittag mit zukünftigen Kollegen. Ich bin immer wieder von den Socken, wie sehr man sich dort über meinen Wechsel freut, nicht nur, weil die Stelle seit einem Jahr vakant ist.

Seit dieser Woche ist zudem öffentlich, dass ich gehe, denn ich habe für übermorgen zu einem kleinen Gabelfrühstück eingeladen (und war erstaunt, dass der Flurfunk meinen Weggang noch nicht verbreitete, denn es steht ja schon seit Mitte Oktober fest). Die übliche Reaktion war ein entgeistertes "SIE gehen????" gefolgt von einem begeisterten "Ich freue mich so für Sie!", gerne ergänzt um "Das ist so schade für uns. Und was macht Ihr Chef dann bloß ohne SIE?"

Nun ja. Mir geht immer noch ein Gespräch mit meiner Vorgängerin, das ich Montag führte, durch den Kopf. Sie ging vor fünf Jahren aus den gleichen Gründen wie ich heute. Das beruhigte mich sehr, denn es wurde ja lange versucht, mir zu suggerieren, dass etwas mit mir nicht stimmt. Aber es sind die Strukturen, die nicht stimmen. Mal schauen, wie meine Nachfolgerin damit zurecht kommt.

Donnerstag war ich in der Staatsoper zum Adventskalenderkonzert. Seit dem 1. Dezember gibt es täglich um 17 Uhr (sonntags um 12 Uhr) ein etwa halbstündiges Programm im Foyer. Was aufgeführt wird, erfährt man vormittags im Blog (oder man lässt sich überraschen). Der Eintritt ist frei, wer mag, spendet (dieses Jahr gehen die Spenden an die Hamburgische Regenbogenstiftung).

Ich erfuhr über Twitter von diesem Adventskalender und freue mich, dass ich ab übernächste Woche gegenüber das Staatsoper arbeite, dann zu den Konzerten mal eben rüber huschen kann. Mich nahmen die Lieder von Fritz Kreisler, Robert Schuhmann und Henryk Wieniawski, gespielt von Piotr Pujanek (Violine) und Eberhard Hasenfratz (Klavier), so gefangen, dass ich beschloss, einfach fünf Minuten später zu meiner Verabredung zu kommen.

Donnerstag war nämlich auch der Assistentinnen-Weihnachtsmarktbummel. Drei Kolleginnen sind passionierte Weihnachtsmarktbesucherinnen, verreisen sogar zu Weihnachtsmärkten, sind also jetzt jedes Wochenende auf Tour. Im letzten Jahr war ich gesundheitlich angeschlagen und hatte keine Lust. In diesem Jahr sprach mich Kollegin I mehrfach darauf an, dass sie sich freuen würde, wenn ich mitkäme, hatte ich wirklich auch Lust dazu, trotz Kollegin II und Zahnschmerzen nach der Wurzelbehandlung.

Es war wirklich ein sehr schöner Abend. Statt zu bummeln, standen wir zwei Stunden auf dem Gänsemarkt an der Feuerzangenbowlenbude, klönten und lachten viel. Die Feuerzangebowle ist so süffig, dass ich sehr froh war, mit Grünkohl (sehr lecker!) eine Grundlage geschaffen zu haben.

Für heute und morgen steht Folgendes auf der Liste:
  • Gewürzkuchen
  • Schwedischer Apfelkuchen
  • Pfannkuchenrolle mit Frischkäse-Lachs-Füllung
  • Kürbis-Hummus 
  • Rote-Bete-Quiche mit Thymian und Feta 
  • Filo-Kürbis-Feta-Törtchen
  • Süßkartoffel-Granatapfel-Salat
  • Köfte
  • Börek mit Spinat und Feta
  • die bange Frage, ob das zusammen mit Tomate-Mozzarella-Spießen, Knabberstangen, Schnobkram, Fladenbrot, gekauften Dips und Gemüsesticks tatsächlich für ein kleines Gabelfrühstück für 30 Personen reicht ... 

Außerdem hoffe ich, viel stricken zu können. Ich habe mich total in die Farben des Whirls "Red velvet sunrise" verliebt. Dusseligerweise ging ich davon aus, dass ich das Garn auch mit Nadelstärke 5 verstricken kann, so dass ich vermutlich zu wenig bestellte. Ich finde es schon für Nadelstärke 4 zu dünn und stricke jetzt mit 3,5 (der Verkäufer gibt Nadelstärke 3,5 bis 4 an, laut Hersteller soll es 2,5 bis 3,5 sein). Es soll ein langer Pullover / ein kurzes Kleid werden. 

Das aktuelle Strickprojekt.
Mal gucken, wie weit das erste Knäuel reicht, dann kann ich abschätzen, ob ich noch nachbestellen muss.  

Dieser Beitrag geht rüber zum Samstagsplausch bei Andrea, und ich gehe jetzt mal gucken, wie Eure Woche so war.

Affiliate link

Dienstag, 5. Dezember 2017

#WMDEDGT 12/17

Heute ist der 5. Dezember, und Frau Brüllen fragt wieder: "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Ich bin - natürlich - mal wieder im Vertretungsdienst. Wie sehr mich der mitnimmt, zeigt die Frage des Gatten direkt nach dem Aufstehen: "Wie lange musst du denn noch vertreten?" - "Die ganze Woche." - "Oh Gott!" Ich tröste mich damit, dass es nur noch drei Arbeitstage und der Rest von heute sind, dass ich überhaupt nur noch acht Arbeitstage und den Rest von heute in meinem jetzigen Job habe.

Ich habe Frühdienst, der Wecker klingelt also um fünf Uhr. Gegen sechs Uhr schaffe ich das mit dem Aufstehen dann auch endlich. Ich schlafe seit ein paar Nächten schon schlecht, so sehr setzt es mir zu, mit Kollegin II zusammenarbeiten zu müssen. Kollegin II ist die, derentwegen ich gehe.  Ich stürze einen Kaffee runter und unter die Dusche, dann muss ich auch schon los. Wenigstens schaffe ich es noch, mir drei Brotscheiben einzustecken - im Büro ist noch Frischkäse.

Im Büro warten ein Stapel Mappen von der Chefin und ein paar Notizen von Kollegin II auf mich. Dementsprechend anstrengend ist der Vertretungsdienst. Der Vertretungsdienst unterscheidet sich einfach von meinem normalen Dienst, den ich natürlich nebenbei noch mit machen darf. Dadurch bin ich angespannt. Dazu kommt, dass mein Blaumann krank und das Büro dementsprechend in Aufruhr ist. Termine müssen neu geplant, es muss viel organisiert werden.

Normalerweise ist das kein Problem, aber wenn ich vertrete, bin ich sehr unsicher, weil ich die Abläufe, das Protokoll nicht kenne, und Kollegin II ist selten eine Hilfe. Sie mischt sich ungefragt ein, gibt mir Anweisungen, entscheidet über meinen Kopf hinweg, greift in meine Aufgabenbereiche ein, und wenn ich mal ihre Hilfe bräuchte, gibt sie keine oder falsche Auskunft.

Noch acht Arbeitstage und den Rest von heute.

Kurz vor Dienstende ist alles fertig, könnte ich gehen - wenn Kollegin II nicht justament jetzt zu ihrer Etagen-Busenfreundin zu einem Klönschnack entschwinden würde. Sie weiß, dass ich einen Arzttermin habe, dass ich gehen muss, ich habe sie zwei Minuten vorher noch mal daran erinnert. Wenn das Büro nicht besetzt ist, kann ich nicht gehen.

Mein Chef guckt durch die Tür, fragt, warum ich nicht da bin, erfährt den Grund, geht, um Kollegin II zu holen - und kommt ohne sie zurück. Nach zehn Minuten gehe ich zu unserer gemeinsamen Chefin, erkläre ihr die Situation. Sie entscheidet, dass ich gehen kann und entschwindet, um Kollegin II zu holen. Auch sie kommt unverrichteter Dinge zurück, wie beim Warten auf den Aufzug sehe. Morgen werde ich sicher von Kollegin II angegiftet werden, weil ich es wagte, einfach zu gehen.

Ich schaffe es rechtzeitig zum Zahnarzt. Heute ist der letzte Tag meiner Wurzelbehandlung - wenn alles gut geht. In der Praxis ist es ungewohnt laut und hektisch. Nach einem Tag mit einer lauten und hektischen Kollegin II kann ich das nur schlecht ab. Ruhender Pol ist die Empfangsdame, die alle alle Fäden fest zusammenhält - seit gut 30 Jahren. Außerdem liegt im Wartezimmer die aktuelle Effilee und lenkt mich ein bisschen von den tobenden, schreienden Kindern ab.

Die Behandlung ist ruppiger als gewohnt - die beiden Zahnarzt-Assistentinnen hatten auch einen harten Tag, es gab zudem Ärger mit dem schlecht gelaunten Chef und einer Kollegin. Der schlecht gelaunte Chef ist Patienten gegenüber aber so aufgeräumt und geduldig wie immer und mit dem Verlauf meiner Wurzelbehandlung durchaus zufrieden, auch, wenn die Entzündung noch immer sichtbar ist. "Die hat Sie echt mitgenommen, nich?" Ja, darüber schrieb ich hier schon.

Er würde mich gerne krankschreiben, reduzierter Allgemeinzustand, ich mag diesen Ausdruck, aber es nützt nichts, ich habe ja gerade Vertretungsdienst. Normalerweise würde es in den nächsten beiden Tagen reichen, wenn nur eine Sekretärin da ist, aber das gilt nur für Kollegin I und mich: Wir dürfen alleine Dienst machen, Kollegin II ist das nicht zuzumuten.

Noch acht Arbeitstage bis zum neuen Job.

Ich zahle die Zahnarztrechnung und gehe noch kurz einkaufen in der vergeblichen Hoffnung, einen Schoko-Nikolaus zu finden. Es gibt nur gegenderte, knallbunte, laktosefreie oder überteuerte. Okay, bekommt der Gatte halt Minions-Kekse und Vinegar-Chips in seinen Stiefel gesteckt. Eigentlich wollte ich ihm noch sein Lieblingsduschgel besorgen, aber ich möchte jetzt nur noch raus aus diesem Wahnsinn.

Um Viertel nach sechs bin ich zu Hause. Der Gatte ist beim Sport. Ich falle auf's Sofa und versuche, mich beim Stricken zu entspannen. Als der Gatte da ist, räumen wir die Spülmaschine aus und reden kurz über unsere Arbeitstage. Dann wärme ich Chili auf - eigentlich sollte es Linsensuppe geben, aber die war so lecker, dass wir sie am Vortag komplett aßen. Zum Glück ist immer eine gekochte Mahlzeit im Tiefkühler.

Der Abend gehört dem Doctor - und natürlich meinem Strickzeug. Wie erwartet, schmerzt der wurzelbehandelte Zahn. Ich versuche, es ohne Schmerzmittel auszuhalten und hoffe, dass er spätestens nach zwei Tagen Ruhe gibt. Dann schreibe ich diesen Beitrag zu Ende, gehe ins Bett und lese noch etwas vor dem Einschlafen.

Rollkragenschal aus "Hortense" von Esslinger Wolle

"Frierst du gar nicht am Hals?", frug ich unlängst Mudderns. Eigentlich trägt sie nämlich lieber Schalkragen statt Schals, und seit ihrem Schlaganfall zu Jahresbeginn friert sie noch mal als sonst schon. Warum auch immer: Mudderns hat keine Schalkragen mehr. Aber sie hatte noch ein paar Wollvorräte, und in denen fand sich dieses beiges Garn aus Schurwolle und Lurex.

Rollkragenschal in Gänze.
Das Garn ist fast schon eine Antiquität, denn den Hersteller, Esslinger Wolle, gibt es seit 1985 nicht mehr. Damals wurde die Fabrik vom Garnhersteller Schoeller aufgekauft (seit 2015 gibt es ein Revival der Marke "Esslinger Wolle", mehr dazu in der Stuttgarter Zeitung und direkt bei der Initiatorin Barbaras Scherrerei). Mir ist diese Mischung aus 92 % Schurwolle und 8 % Lurex zu kratzig, ich könnte es nicht am Hals haben.

Der Rollkragenschal im Detail.
Mudderns bekommt den Schal zu Weihnachten, und ich bin sehr gespannt, ob er ihr passt. Mir wäre er nämlich viel zu eng, aber mir sind Schalkragen ebenso ein Graus wie Rollkragen oder Loops. Den Rollkragenschal habe ich nach dieser Anleitung von AllTicksTogether gestrickt. Allerdings habe ich das Garn nur doppelt verarbeitet, nicht dreifach - letzteres war mir zu sperrig.

Dieser Beitrag nimmt teil an den Linkparties Stricklust, Handmade on Tuesday, DienstagsDinge, Creadienstag, Liebste Maschen, Crealopee und Gestricktes & Gehäkeltes teil.

Dienstag, 21. November 2017

Upcycling eines Kartons zur Geschenkverpackung

Der Gatte hatte irgendein Elektronikdingsi bestellt, dass in einer sehr stabilen Kartonverpackung mit Magnetverschluss kam. Zum Glück konnte ich die noch rechtzeitig aus dem Altpapier fischen.

Schnell gemachte Geschenkschachtel.
Mit Hilfe von Origamipapier und Art Potch* wurde daraus eine Geschenkverpackung.

Blick in die noch ziemlich leere Geschenkschachtel.
Dieser Beitrag nimmt teil an den Linkparties "Creadienstag", "Link your Stuff", "DienstagsDinge", "Happy Recycling", "Upcycling" und "Handmade on Tuesday".

* Affiliate link